Neue Entwicklungen stellen einen verbreiteten Mythos in Frage – Pappbecher können und sollten in ganz Europa recycelt werden
Pappbecher sind schon heute kreisrund
Stora Enso verfügt über umfassendes Know-how in der Papier- und Kartonherstellung und im Recycling von Materialien in seinen Werken. Die Sicherstellung einer guten Recyclingfähigkeit von Bechern in bestehenden Recyclingprozessen war ein Leitmotiv für die Weiterentwicklung. Die Wiederverwertbarkeit wird ausgehend vom Labor- und Pilotmaßstab und seit kurzem auch durch positive Nachweispunkte im industriellen Maßstab im Werk Varkaus getestet und nachgewiesen.
Der Standort von Stora Enso in Varkaus, Finnland, produziert ungebleichten Weichholzzellstoff und hochwertige Wellpappenrohpapiere mit braunem und weißem Deckblatt. Darüber hinaus verwendet das Werk derzeit etwa ein Drittel der gesamten in Finnland recycelten Kartonverpackungen als Rohstoff, einschließlich gebrauchter Getränkekartons und anderer barrierebeschichteter Verpackungen wie Pappbecher. Um die Flüssigkeit aufzunehmen, benötigt ein Pappbecher entweder eine dünne Kunststoffauskleidung oder eine Dispersion. Barrierebeschichtung bedeutet, dass das Material eine Schutzschicht für die anspruchsvollsten Endanwendungen wie sichere und hygienische Lebensmittel- und Getränkeverpackungen hat. Beim Recycling trennt Stora Enso diese Barrierebeschichtung von den Fasern im Recyclingprozess, wodurch eine vollständige Rückgewinnung der Fasern ermöglicht wird.
Neben Varkaus hat auch Stora Enso früher erfolgreich ähnliche Versuche im industriellen Maßstab mit barrierebeschichteten Pappbechern an seinem Papierstandort durchgeführt, wo das gebrauchte Pappbecher-Fasermaterial zu hochwertigem Zeitschriftenpapier recycelt wurde.
Materialinnovation beschleunigt vollständige Recyclingfähigkeit – Dispersionsbeschichtungstechnologie und dünnere PE-Schichten
Stora Enso entwickelt weiterhin neuartige Lösungen, um die Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen und die Kundennachfrage nach einfacherem Recycling und weiterer Verringerung der Umweltauswirkungen von barrierebeschichteten Lebensmittelverpackungen zu erfüllen.
Typische Standard-Papier- und Kartonrecyclingfabriken hatten Schwierigkeiten beim Recyceln von zweiseitig kunststoffbeschichteten Kartonverpackungen in großen Mengen. Mit Dispersionstechnologie beschichtete Barrierekartons wurden entwickelt, um die Wiederaufbereitbarkeit und Recyclingfähigkeit in herkömmlichen Verpackungsrecyclingwerken zu verbessern und die Menge an Kunststoff zu verringern, die traditionell in verschiedenen Endanwendungen wie Lebensmittelkarton verwendet wird. Als Alternative zu herkömmlichen PE-beschichteten Materialien hat Stora Enso eine neue Dispersionsbeschichtungstechnologie eingeführt, die einerseits die Anforderungen an Funktionalität und Lebensmittelsicherheit erfüllt, aber auch Vorteile in gängigen Recyclingprozessen zeigt.
Stora Enso bereitet sich auf die Zukunft vor und erwartet höhere Volumina in der Kategorie der dispersionsbeschichteten Produkte und hat kürzlich eine maßgeschneiderte Beschichtungslinie für die Dispersionstechnik in Forshaga, Schweden, gebaut. Produkte mit der Stora Enso Aqua- und Aqua plus-Dispersionsbeschichtungstechnologie wurden entwickelt, um das Recycling aufgrund der Beschichtungseigenschaften zu verbessern und eine noch bessere Rückgewinnung hochwertiger Fasern in verschiedenen Recyclingwerken zu ermöglichen.
Zu den jüngsten Produktionsläufen im Werk Varkaus gehörten auch die neuartigen dispersionsbeschichteten Materialien, die für die Verwendung in Bechern bestimmt sind. Der sorgfältig überwachte industrielle Großversuch demonstrierte den zukünftigen Marktmix mit einem hohen Anteil von Dispersionsbechern an der Zuführung. Die Analyse zeigte erneut, dass der bestehende Zellstoff- und Siebprozess gebrauchte Pappbecher aufnehmen und die hochwertigen Fasern für andere Endanwendungen wie Verpackungskarton wiederverwenden kann.
Neben der Dispersionsbeschichtungstechnologie gibt es auch bei den PE-beschichteten Materialien Innovationen. , was die dünnste Polymerbeschichtung – weniger als 5 Prozent – für Foodservice-Produkte wie Becher auf dem Markt ermöglicht. Produkte mit UltraThinPE Tec™ haben einseitige, plastikarme Beschichtungen, die das Recycling in Standard-Recyclingmühlen zusammen mit anderen Papier- und Kartonverpackungen erleichtern können.
Wie kann das Recycling von Pappbechern gesteigert werden?
„Basierend auf den früheren ermutigenden Erkenntnissen und jetzt auf den jüngsten sowie der laufenden Materialentwicklung freuen wir uns darauf, das Recycling von Pappbechern zu erweitern. Wir sollten Pappbecher und andere barrierebeschichtete Verpackungen so betrachten, wie wir sie betrachten jedes andere Papier- und Kartonmaterial heute wie Zeitschriften oder E-Commerce-Kartons Sicherlich können wir trotz einiger zusätzlicher Elemente, die mit den Produkten einhergehen, wie zB Heftklammern in Zeitschriften oder Klebebänder in E-Commerce-Kartons, die Fasern mit bestehenden Recyclingprozessen zurückgewinnen Partner und Kunden einzuladen, gemeinsam Lösungen für das Sammeln und Sortieren gebrauchter Pappbecher für das Recycling zu entwickeln", sagt Maria Holopainen, Business Lead on Circular Economy bei Stora Enso Packaging Materials.
„Eine Herausforderung sind die Lebensmittel- oder Getränkereste, die sich möglicherweise in den Bechern befinden. Zur Entsorgung leerer und sauberer Pappbecher und anderer Verpackungsmaterialien für das Recycling können wir alle beitragen, und wir arbeiten in der gesamten Wertschöpfungskette daran, die Materialqualität zu verbessern für das Recycling, um die vollständige Rückgewinnung der wertvollen Fasern zu gewährleisten", fährt Maria Holopainen fort.
Alle diese Initiativen unterstützen das Ziel von Stora Enso, bis 2050 vollständig zirkulär und nettopositiv zu sein, stehen aber auch im Einklang mit dem EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, der z. B. Ziele für das Recycling von 85 Prozent von Papier und Karton bis 2030 enthält.
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